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Beispiel falsche Montage von Flexband

Einer der häufigen Reklamationen bei LED-Flexbändern, ist das braun werden oder das optische Verschmoren. Wie in dem Bild links ersichtlich ist, entstehen braune Flecken und das LED leuchtet an diesen Stellen sehr schwach oder gar nicht mehr. Der Grund hierfür ist dass durch zu hohe Temperaturen das LED „ausbrennt“. Bei weißen LED-Platinen verfärbt sich sogar der Lack auf der Platine in ein schönes hellbraun.

Warum ist das so – wie kann man dies vermeiden?

In diesem Beispiel wurde das Band an der Decke in einem Aluminium-Profil geklebt und mit einer Abdeckung (die sich teilweise löst) versehen und brennt täglich ca. 12-14 Stunden in einem Verkaufsraum.
Wie ebenfalls auf diesem Foto ersichtlich, wurde ein vergossene Version verwendet und bei noch genaueren Hinsehen kann man erkennen, dass hier ein LED-Band mit 5050er SMD´s verwendet wurde.
Die gängigsten Versionen mit 5050er SMD´s sind 7,2W/m und 14,4W/m. – Nach dem LED-Abstand zu Urteilen wurde hier ein 14,4W/m Flexband verwendet. – Die Länge liegt in diesem Beispiel bei ca. 5m.

Dem Produkt ist hier keine mangelnde Qualität zu zuschreiben – hier liegt eindeutig ein Anwendungsfehler, bzw. ein Fehler durch Unwissenheit vor.

Was wurde richtig gemacht?

Das einzige das hier richtig gemacht wurde ist – das die Länge mit 5m nicht überschritten wurde. – Warum? – mehr dazu ist weiter unten zu lesen.

Was wurde falsch gemacht?

Hier wurde in erster Linie ein falsches Produkt gewählt.
Bei einer Verwendung im Innenbereich, wo noch dazu eine Abdeckung darüber geclipst wird, ist es nicht notwendig ein Vergossenes Produkt zu wählen, da auch keine Schutzart erforderlich ist.
Durch den Verguß, die Verwendung einer Abdeckung, die Montage mit Lichtaustritt nach unten und den ganztägigen Betrieb, entsteht so eine hohe Temperatur, die in dieser Situation, kein Kühlprofil von dem Produkt ableiten kann. Vor allem wenn das Profil nach hinten ( oben ) keine Möglichkeit hat die Wärme abzuleiten!

Der heiße LED-Chip
SMD 5050

Dieser 5050er SMD Chip, wird auch Triple Chip genannt, da er 3 LED´s in einem Gehäuse (SMD) verbaut bekommen hat. Dass diese 3 LED´s eine höhere Temperatur entwickeln, als ein Einzelner dürfte einfach nach zu vollziehen sein. Der wärmste Punkt ist daher an der Position, an der der LED-Chip auf die Platine gelötet wurde. Im Normalfall wird ein LED an die 80°C warm und diese Wärme muss mittels eines Kühlprofils vom LED weg transportiert werden. In unserem Beispiel entstehen Temperaturen weit über 100°C – sogar der Lack auf der Platine wird wieder flüssig und bildet Blasen.

Wie wird es richtig gemacht:
  • Bei der Auswahl des Bandes darauf achten, dass eventuell 3528 LED´s verwendet werden – die keine Hohen Temperaturen entwickeln.
  • Unbedingt ein IP20 Band verwenden (ohne Verguß)
  • Wenn im Vorhinein schon klar ist, dass diese Beleuchtung lange tägliche Betriebszeiten aushalten soll, dann eventuell einen Trafo verwenden bei dem die Ausgangsspannung nach unten reduziert werden kann. [Anstatt 24V nur 21V erhöhen enorm die Lebensdauer]
  • Auf gute Qualität achten. (Billigprodukte sind billig produziert und meist nicht für lange Betriebszeiten ausgelegt)
  • Wenn möglich, keine Abdeckung verwenden.
  • Anstatt 12V Versionen lieber 24V Versionen verwenden (bei 24V fließt nur der halbe Strom – Der Strom ist ausschlaggebend für die Temperaturentwicklung)
    darauf achten, dass das Kühlprofil auch ein wenig Material hat zum kühlen. Ein dünner Blechstreifen ist hier auch zu wenig.
  • Keine zu langen Längen in einem Stück – lieber öfters unterteilen (Um so länger das Band um so mehr Leistung -> um so höher der Strom -> um so höher die Temperatur)

[pull_quote_center]Vergossene 14,4W/m Bänder sind nur für kleine private Anwendungen empfohlen. Aber auch dort müssen diese mittels eines Profils gut gekühlt werden.[/pull_quote_center]

 

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